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TankTaler und die Macht über die eigenen Daten

Heute bin ich mal dran mit einem Blogpost. Ich bin Regina, Head of Marketing & Operations bei TankTaler. Der Fokus meines Jobs seid ihr, unsere Kunden. Im Marketing arbeiten wir daran, euch über verschiedene Kanäle in der Online und Offline Welt über uns auf dem Laufenden zu halten und gleichzeitig neue Kunden für uns zu gewinnen. Im Operations Bereich ist unter anderem der Customer Service aufgehängt, all eure Fragen und Anliegen werden hier per E-Mail, Facebook oder Telefon von uns beantwortet. Außerdem sorgen wir für einen reibungslosen Ablauf aller Prozesse von eurer Anmeldung bei uns, eurem ersten Login in unserer App, der Installation des TankTaler-Steckers im Fahrzeug, eurer Betreuung als unser Kunde bis hin zu einer etwaigen Beendigung der Kundenbeziehung.

Warum erzähle ich euch das alles? Niemand sonst in einem Unternehmen ist näher am Kunden als die Leute, die tagtäglich mit euch in Kontakt stehen. So lernen wir viel von euch, das wir verwenden können, um unser Produkt und unseren Service stetig zu verbessern. Gleichzeitig sehen wir auch welche Probleme oder auch Ängste und Bedenken ihr habt. Ein wesentliches Thema dass Unternehmen wie uns – im Internet der Dinge – häufig entgegen schlägt ist die Angst um die eigenen Daten. Und das zu Recht!

Überall hinterlassen wir unsere digitalen Spuren. Mit jedem Mal googeln, mit Facebook, WhatsApp, GPS im Handy und Co. – man kann immer mehr über uns herausfinden, kennt uns quasi ohne uns zu kennen. Der digitale Fortschritt bietet uns ein ungeahntes Potenzial an Möglichkeiten. Wie praktisch ist es immer und überall auf sämtliche Informationen zugreifen zu können, wie schön jederzeit mit seinen Lieben in Kontakt stehen zu können, wie leicht den Kontakt zu halten mit Menschen die auf der anderen Seite der Welt Leben, wie komfortabel sämtliche Bankgeschäfte etc. online zu erledigen. Wie unvorstellbar das alles nicht mehr zu haben. Gleichzeitig, wie nah sind wir an Huxley’s “Brave new World” oder  Orwells’ “1984”? Stereotypen, in unseren Entscheidungen geführt von Google oder anderen Unternehmen, die für uns entscheiden was wir sehen und tun und was nicht. Überwacht und immer auffindbar, egal wo wir uns bewegen… Jetzt wird es aber zu abgehoben, diese Diskussion führt man besser mit einem guten Rotwein im Kreis seiner Freunde;-)

Sicher ist nur: alles zu verteufeln und den Fortschritt zu beschuldigen à la “früher war alles besser” ist meiner Meinung nach nicht der richtige Weg. Vielmehr will ich aktiv die Möglichkeiten, die uns all das Vernetzte, das “Internet der Dinge” bietet selbst gestalten. Damit zu TankTaler: Ein weiteres Unternehmen, das die Daten der Nutzer sammelt und versucht damit Geld zu verdienen? Na bravo!

Aber halt – wir drehen den Spieß um! Nicht irgendwelche Hersteller oder sonst wer soll eure Daten sammeln, verwerten und davon profitieren, sondern ihr selbst! Unsere Mission besteht also darin, euch ein zukunftsorientiertes und einfaches Werkzeug an die Hand zu geben, damit ihr selbst Herr über eure Daten sein könnt. Durch TankTaler verfügt ihr schon heute über drei Komponenten: deutlich mehr Informationen hinsichtlich dem Fahrzeugstatus, eurer Fahrweise und zurückgelegte Strecken, zusätzliche Kostenvorteile durch die Bildung einer Einkaufsgemeinschaft aller TankTaler-Nutzer und schließlich ein digitales Bezahlsystem. Zudem gibt es einen Mehrwert für alle: Mit TankTaler analysieren wir eure anonymisierten Fahrzeugdaten in Echtzeit. So können wir bspw. Ampelschaltungen effektiver steuern oder Staus durch intelligente Routenführung vermeiden. Die Kommunikation der Fahrzeuge untereinander wird es zukünftig ermöglichen, freie Parkplätze in Innenstädten zu erkennen, so kann das Verkehrsaufkommen dort gesenkt werden, da die Suche nach Parkplätzen entfällt oder schneller gestaltet wird.

TankTaler ist also für jeden Autofahrer relevant, der Daten rund um sein Fahrzeug selbst verwalten und von Services profitieren will, die sich aus diesen Daten ableiten lassen. Zudem sollt ihr dann selbst entscheiden, ob ihr eure Daten weitergeben wollt und nicht wir oder sonst wer! Daher auch die Devise, dass immer nur wir und kein anderer euch anspricht – und nur wenn ihr wollt werdet ihr von eurer Seite aus aktiv. Wir geben eure persönlichen Daten nicht an Dritte weiter. Niemals!

So, die Werbeveranstaltung die gar keine sein soll hat ein Ende. Was ich eigentlich sagen will: Sicherlich sind die Entwicklungen der voranschreitenden Digitalisierung kritisch zu betrachten: mit allen Vorteilen gibt es definitiv auch Nachteile mit Blick auf Datenschutz, deren Eigentum und Verwendung. Dennoch kann der richtige Weg nicht sein, sich der Entwicklung zu verschließen. Vielmehr muss man sich den Dingen annehmen und selbst gestalten was passieren soll. Deswegen arbeite ich bei einem Unternehmen der IoT Branche! Es ist eine der größten Herausforderungen der nächsten Jahre zu klären, wie man mit all den persönlichen gespeicherten Daten umgeht, wer diese verwaltet, wer das Recht hat über diese zu verfügen und wie man sie vor Missbrauch schützen kann. Wir sollten diese Herausforderungen annehmen anstelle des bloßen Schimpfen über “des neimodische Zeig, ois a schmarn…”.

Zu guter Letzt noch ein Buchtipp für den Strand: Ein gutes Beispiel für die voranschreitende Digitalisierung sind übrigens auch vernetzte Stromzähler in Haushalten. Im Sinne der Energieeinsparung und effizienter Steuerung von Energielasten eine mega gute Entwicklung. Liest man allerdings Marc Elsbergs’ “Black Out” werden Überlegungen relevant zur Befüllung der eigenen Vorratskammer und sonstigen Überlebensstrategien^^

 

 

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